Transparenz in der Produktion mit MES: Von der Problemerkennung zur  digitalen Produktionssteuerung im DACH-Raum

Transparenz in der Produktion mit MES: Von der Problemerkennung zur digitalen Produktionssteuerung im DACH-Raum

Michael Möller
Michael Möller
7 min
Updated:
February 26, 2026
Published:
February 26, 2026

Fehlende Transparenz, ineffiziente Prozesse und steigende Komplexität – produzierende Unternehmen im DACH-Raum stehen vor großen Herausforderungen. Dieser Artikel zeigt praxisnah, wie ein Manufacturing Execution System (MES) diese Probleme löst: von der Digitalisierung der Industrie über die richtige MES-Auswahl bis zur erfolgreichen Integration. Erfahren Sie, welche konkreten Verbesserungen bei Transparenz, Effizienz und Liefertreue möglich sind.

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Warum fehlt vielen Unternehmen im DACH-Raum Transparenz in der Produktion?  

Fehlende Echtzeitdaten, unklare Auftragsfortschritte und ineffiziente Prozesse führen zu Lieferverzögerungen und steigenden Kosten.  

Typische Herausforderungen in der modernen Fertigung:

Mangelnde Transparenz in der Produktion: Ohne digitale Erfassungssysteme fehlt der Überblick über Auftragsfortschritte, was zu ungenauen Lieferzusagen und ineffizienter Ressourcenplanung führt.

Steigende Prozesskomplexität: Individualisierte Produkte, volatile Lieferketten, Fachkräftemangel und wachsende Datenmengen ohne strukturierte Auswertung.

Veraltete Methoden: Papierbasierte Prozesse, isolierte Datensilos, manuelle Erfassung und fehlende Kennzahlen verhindern schnelle Reaktionen auf Störungen.

Die Digitalisierung der Industrie macht das Manufacturing Execution System (MES) zur Lösung dieser Herausforderungen – und zur Grundvoraussetzung für wettbewerbsfähige Produktion.

Was ist ein MES und wie schafft es Transparenz?

Was ist ein MES?

Ein Manufacturing Execution System (MES) – auch Produktionsleitsystem genannt – ist ein operatives IT-System zur Produktionsplanung, Produktionssteuerung und Fertigungsüberwachung. Es verbindet ERP-Systeme mit dem Shopfloor und bildet die gesamte Produktion digital ab.

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MES vs ERP – was ist der Unterschied?

Viele Unternehmen fragen sich: Brauchen wir überhaupt ein MES, wenn wir bereits ein ERP-System haben? Die Antwort ist eindeutig: Ja! Denn ERP und MES erfüllen unterschiedliche Aufgaben:

ERP-System MES
Fokus auf Planung & Verwaltung Fokus auf Ausführung & Überwachung
Langfristige Ressourcenplanung Echtzeit-Steuerung der Produktion
Kaufmännische Prozesse Technische Fertigungsprozesse
Tages-/Wochenebene Minuten-/Sekundenebene
„Was soll produziert werden?“ „Wie wird produziert?“

Das Zusammenspiel: ERP sagt „Produziere 1.000 Stück bis Freitag" – MES sorgt dafür, dass es passiert, überwacht jeden Schritt und meldet Abweichungen sofort.

Zentrale Funktionen für Transparenz in der Produktion

  • Echtzeit-Überwachung – Jederzeit aktueller Status aller Aufträge und Ressourcen
  • Digitale Rückverfolgung - Lückenlose Dokumentation für Compliance
  • Automatische Datenerfassung – Keine manuellen Fehler, sofortige Verfügbarkeit
  • Durchgängige Integration – Verbindung von Maschinen, ERP, Qualitätssystemen
  • Proaktive Steuerung – Frühwarnung bei Engpässen oder Qualitätsproblemen

MES-Auswahl: Wie wähle ich das richtige MES für meine Produktion?

Die Frage "Wie wähle ich das richtige MES für meine Produktion?" entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der Digitalisierung.

Die 5 entscheidenden Auswahlkriterien

1. Echtzeit-Datenerfassung und Visualisierung

  • Kontinuierliche Erfassung von Maschinen-, Betriebs- und Qualitätsdaten
  • Intuitive Dashboards für alle Hierarchieebenen
  • Mobile Zugriffsmöglichkeiten

2. MES Integrationin Ihre IT-Landschaft

  • Standardisierte Schnittstellen zu führenden ERP-Systemen
  • Bidirektionaler Datenaustausch in Echtzeit
  • Vermeidung von Datensilos

3. Modularer Aufbau

  • Vollständiger Überblick über alle Produktionsressourcen
  • Kapazitätsplanung und -auslastung
  • Personaleinsatzplanung

4. Flexible Skalierbarkeit und modulare Erweiterbarkeit

  • Start mit Kernfunktionen, schrittweise Erweiterung möglich
  • Anpassung an wachsende Anforderungen
  • Investitionsschutz durch zukunftssichere Architektur

5. Anpassung an unternehmensspezifische Prozesse

  • Konfigurierbare Workflows
  • Branchenspezifische Voreinstellungen
  • Individuelle Reporting-Möglichkeiten

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Wie integriere ich ein MES in meine bestehende IT-Landschaft?

Die MES Integration ist der kritische Erfolgsfaktor – hier scheitern viele Projekte oder produzieren neue Datensilos.

Erfolgreiche Integrationsstrategie in 3 Schritten

Schritt 1: Analyse der IT-Landschaft
Welche Systeme existieren? Welche Daten müssen fließen? Wo sind Schnittstellen verfügbar?

Schritt 2: Phasenweise Anbindung
Nicht alles auf einmal – erst ERP-Grunddaten, dann Maschinendaten, schließlich Nebensysteme.

Schritt 3: Datenqualität sichern
Klare Verantwortlichkeiten, Validierungsregeln, kontinuierliches Monitoring der Datenflüsse.

Konkrete Verbesserungen: Was MES in der Praxis bewirkt

Ein Manufacturing Execution System ist kein Selbstzweck. Es adressiert sehr konkrete operative Probleme in der Fertigung und führt zu messbaren Verbesserungen entlang zentraler Leistungskennzahlen.

Digitale Prozessoptimierung für eine bessere OTD (On-Time-Delivery)

Typische Ausgangssituation
Ungenaue Liefertermine, hohe Sicherheits- und Pufferbestände sowie ein reaktives Produktionsmanagement erschweren verlässliche Planung und Kundenkommunikation.

Wie MES unterstützt
Ein MES schafft Transparenz über den tatsächlichen Produktionsstatus und ermöglicht belastbare Entscheidungen in Echtzeit:

  • Echtzeit-Übersicht über Kapazitäten, Aufträge und Engpässe
  • Automatische Rückmeldung von Auftrags- und Fertigstellungsgraden
  • Frühwarnmechanismen bei Abweichungen vom Produktionsplan

Qualitätsmanagement in der digitalisierten Fertigung

Typische Ausgangssituation
Qualitätsabweichungen werden häufig erst zeitverzögert oder am Ende der Produktion erkannt. Fehlerursachen lassen sich nur schwer nachvollziehen, Ausschuss und Nacharbeit steigen, während die Prozessstabilität leidet.

Wie MES unterstützt:

  • Früherkennung von Abweichungen
    Qualitäts- und Prozessdaten werden kontinuierlich erfasst und in Echtzeit ausgewertet. Abweichungen von definierten Grenzwerten werden sofort sichtbar, sodass frühzeitig eingegriffen werden kann.
  • Reduzierung von Fehlerquoten
    Durch die unmittelbare Rückmeldung von Qualitätsdaten sinken Ausschuss- und Nacharbeitsquoten. Fehler werden direkt im Entstehungsprozess erkannt und korrigiert.
  • Höhere Prozessstabilität
    tandardisierte Prüfabläufe, transparente Kennzahlen und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sorgen für reproduzierbare Ergebnisse und eine dauerhaft stabile Produktqualität.

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Wartungsmanagement und Instandhaltung

Typische Ausgangssituation
Wartung erfolgt häufig reaktiv oder nach festen Intervallen – unabhängig vom tatsächlichen Anlagenzustand. Ungeplante Stillstände führen zu Produktionsausfällen und erschweren eine verlässliche Planung.

Wie MES unterstützt:

  • Zustandsüberwachung in Echtzeit
    Maschinen- und Sensordaten werden kontinuierlich erfasst und ermöglichen jederzeit Transparenz über den aktuellen Zustand der Anlagen.
  • Predictive Maintenance
    Durch die Analyse von Zustands- und Leistungsdaten lassen sich Verschleiß und Störungen frühzeitig erkennen. Wartungsmaßnahmen werden geplant, bevor es zu Ausfällen kommt.
  • Reduzierte Stillstandzeiten
    Gezielte, zustandsbasierte Wartung ersetzt ungeplante Eingriffe und erhöht die Anlagenverfügbarkeit sowie die Stabilität der Produktionsprozesse.

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Wie läuft die MES-Einführung ab?

Phase 1: Vorbereitung
Ist-Analyse, Zielsetzung, Anbieterauswahl, Projektteam-Aufbau, Budget-Freigabe.

Phase 2: Umsetzung
Installation, Systemanbindungen, Konfiguration, Pilotbetrieb in einem Bereich, Mitarbeiterschulung.

Phase 3: Ausweitung
Schrittweiser Rollout auf weitere Bereiche, kontinuierliche Optimierung, modulare Erweiterung.

Erfolgsfaktor für KMU: Beginnen Sie mit einem überschaubaren Pilotbereich (z.B. eine Fertigungslinie) statt eines Big-Bang-Ansatzes. So minimieren Sie Risiken und sammeln Erfahrungen.

Digitalisierung der Industrie: MES als Basis für Industrie 4.0 und darüber hinaus

Die Digitalisierung der Industrie ist ohne MES nicht denkbar. Es bildet die Datenbasis für weiterführende Technologien:

Industrial Internet of Things (IIoT): MES sammelt und strukturiert Maschinendaten, IIoT-Sensoren erweitern die Datenbasis für erweiterte Transparenz, proaktive Wartung und Energieoptimierung.

Digitale Zwillinge: MES liefert die Echtzeitdaten, auf denen virtuelle Produktionsmodelle für Simulationen und Optimierungen aufbauen.

KI & Analytics: Erst die strukturierten MES-Daten ermöglichen Machine Learning für Qualitätsvorhersagen, Kapazitätsoptimierung und autonome Produktionssteuerung.

Zukunftstrends:

  • Hybride Cloud-/On-Premise-Architekturen für flexible Datenhaltung
  • Tiefere Integration mit autonomen Systemen
  • MES wird zur strategischen Steuerungsplattform für globale Produktionsnetzwerke

Die MES-Lösung von gbo datacomp für den DACH-Raum

gbo datacomp bietet seit über 30 Jahren Manufacturing Execution Systeme für produzierende Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die modulare MES-Lösung vereint:

  • Echtzeit-Transparenz über alle Produktionsbereiche
  • Nahtlose Integration mit führenden ERP-Systemen und Maschinensteuerungen
  • Modularer Aufbau – von Basisfunktionen bis zur vollintegrierten Smart Factory
  • Branchenexpertise in Automotive, Kunststoff, Metallverarbeitung, Food, Holz u.v.m.
  • Lokaler Support im gesamten DACH-Raum

Über 500 Industrieunternehmen im DACH-Raum setzen auf die MES-Expertise von gbo datacomp.

Informieren Sie sich mehr über gbo datacomp

Fazit: MES als Erfolgsfaktor für produzierende Unternehmen

Transparenz in der Produktion, optimierte Fertigungsprozesse und durchgängige Digitalisierung der Industrie – ein Manufacturing Execution System macht den Unterschied zwischen reaktivem Krisenmanagement und proaktiver Steuerung.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • MES schafft die Datenbasis für alle Optimierungen
  • Die richtige MES-Auswahl berücksichtigt Integration, Modularität und Support
  • MES Integration in bestehende Systeme ist kritischer Erfolgsfaktor
  • Schrittweise Implementierung minimiert Risiken
  • Konkrete Verbesserungen sind messbar: Liefertreue, Kosten, Durchlaufzeiten

Die Frage ist nicht ob, sondern wann Sie mit MES starten. Je früher, desto größer der Wettbewerbsvorsprung in der Digitalisierung der Industrie

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