10-Schritte-Plan zur Digitalisierung der Fertigung: Effizient. Transparent. Datenbasiert.

10-Schritte-Plan zur Digitalisierung der Fertigung: Effizient. Transparent. Datenbasiert.

Michael Möller
Michael Möller
8 min
Updated:
February 17, 2026
Published:
February 17, 2026

Ineffiziente Prozesse, fehlende Produktionsdaten in Echtzeit, hohe Ausschussquoten – diese Probleme kennen viele produzierende Unternehmen. Die gute Nachricht: Mit einem strukturierten Ansatz zur Digitalisierung der Fertigung lassen sich diese Herausforderungen systematisch lösen.

gbo datacomp – Ihr MES Experte

MES Lösungen
Erfahren Sie, wie Sie Ihre Produktion mit digitalen Lösungen effizienter gestalten können – und welche Potenziale unser umfassendes MES Portfolio dafür bietet.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unsere Leistungen und entwickeln Sie gemeinsam mit uns in einem persönlichen Gespräch eine maßgeschneiderte Lösung für Ihren individuellen Anwendungsfall.

Warum Ihre Fertigung jetzt digitalisiert werden muss

Die Digitalisierung der Fertigung zählt heute zu den zentralen Erfolgsfaktoren für Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Insbesondere im internationalen Wettbewerb stehen produzierende Unternehmen im DACH-Raum vor der Herausforderung, ihre Produktionsprozesse effizienter, transparenter und datengetrieben zu gestalten.

Die häufigsten Probleme in der traditionellen Fertigung:

Fehlende Transparenz: Produktionsdaten sind nicht in Echtzeit verfügbar

Ineffiziente Prozesse: Manuelle, papierbasierte Abläufe verursachen Verzögerungen

Hohe Stillstandzeiten: Ungeplante Maschinenausfälle führen zu Produktionsverlusten

Qualitätsprobleme: Mangelnde Rückverfolgbarkeit erschwert Fehleranalyse

Fehlende Kennzahlen Produktion: Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt Daten

Aktuelle Studien zeigen, dass Unternehmen, die ihre Fertigung digitalisieren, ihre Produktionskapazitäten um bis zu 30 % steigern und ihre Gewinne um mehr als 50 % erhöhen können. Die digitale Transformation der Produktion ermöglicht eine moderne Arbeitsumgebung, höhere Prozesssicherheit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere für mittelständische Industrieunternehmen in Deutschland. Die Industrie 4.0 ist dabei kein Zukunftskonzept mehr, sondern gelebte Realität in modernen Smart Factories.

Schlüsselerkenntnisse zur Produktionsdigitalisierung im DACH-Raum

• Die Digitalisierung der Fertigung ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

• Digitale Produktionsprozesse steigern Effizienz, Qualität und Transparenz

• Manufacturing Execution Systeme (MES) bilden das Rückgrat der Industrie-4.0-Fertigung

• Datenbasierte Entscheidungen erhöhen Produktivität und Planungssicherheit

• Eine erfolgreiche Digitalisierung erfordert Strategie, Schulung und kontinuierliche Optimierung

Mehr Infos zu MES von gbo datacomp

Die Lösung: Strukturierte Digitalisierung in 10 Schritten

Der folgende 10-Schritte-Plan führt Sie systematisch von der Problemerkennung bis zur vollständig digitalisierten Smart Factory. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und minimiert Risiken bei der Umsetzung.

1. Analyse der aktuellen Situation in der Fertigung

Der erste Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der Fertigung in Industrieunternehmen ist eine umfassende Ist-Analyse. Ziel ist es, ein vollständiges Bild der aktuellen Produktionsprozesse zu erhalten.

Checkliste für Ihre Ist-Analyse

Für produzierende Unternehmen im DACH-Raum ist es entscheidend, sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette detailliert zu analysieren:

• Wo entstehen Engpässe, Stillstände oder Verzögerungen?

• Welche Prozesse sind noch papierbasiert oder manuell?

• Wo fehlen Echtzeitdaten für fundierte Entscheidungen?

• Welche Qualitäts- oder Rückverfolgbarkeitsprobleme bestehen?

Eine strukturierte Prozessanalyse schafft Transparenz und legt die Basis für digitale Prozessoptimierung in der Industrie.

Bereiche identifizieren, die von Digitalisierung profitieren

Besonders geeignet für die Digitalisierung sind:

• Produktionsplanung und -steuerung

• Maschinendatenerfassung (MDE/BDE)

• Qualitätsmanagement

• Instandhaltung und Wartung

• Rückverfolgbarkeit und Dokumentation

Gerade für mittelständische Fertigungsunternehmen in Deutschland ergeben sich hier erhebliche Effizienzpotenziale.

Mehr Infos zu MDE

Mehr Infos zu BDE

2. Festlegung klarer Ziele für die Digitalisierung der Produktion

Eine erfolgreiche Produktionsdigitalisierung erfordert klar definierte Ziele. Diese solltenmessbar, realistisch und strategisch ausgerichtet sein.

Typische Ziele für Industrieunternehmen im DACH-Raum:

• Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE)

• Reduzierung von Durchlaufzeiten

• Senkung von Ausschuss- und Nacharbeitsquoten

• Verbesserung der Liefertermintreue

SMART-Ziele für die Digitalisierung Fertigung definieren

Typische Ziele für Industrieunternehmen im DACH-Raum:

  1. Effizienz
    • Messgröße (KPI): OEE (Overall Equipment Effectiveness)
    • Beispiel-Ziel: Steigerung von 65 % auf 85 %
  2. Geschwindigkeit
    • Messgröße (KPI): Durchlaufzeit
    • Beispiel-Ziel: Reduzierung um 25 %
  3. Qualität
    • Messgröße (KPI): Ausschussquote
    • Beispiel-Ziel: Senkung von 5 % auf 2 %
  4. Liefertreue
    • Messgröße (KPI): Termintreue
    • Beispiel-Ziel: Erhöhung auf 98 %
  5. Transparenz
    • Messgröße (KPI): Echtzeit-Daten
    • Beispiel-Ziel: 100 % automatische Erfassung

Wichtig: Kennzahlen Produktion dienen als Steuerungsinstrumente für den digitalen Transformationsprozess. Definieren Sie für jedes Ziel:

• Ausgangswert (IST)

• Zielwert (SOLL)

• Zeitrahmen

• Verantwortlichkeit

Diese KPIs bilden später die Basis für Ihre Produktionsdaten Analyse und kontinuierliche Verbesserung.

Produktions-KPIs im Überblick

Web Dashboard – für eine smarte, datengesteuerte Produktion

3. Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden

Die digitale Transformation der Fertigung ist nicht nur ein Technologieprojekt, sondern ein organisatorischer Wandel.

Mitarbeiterschulung zur Digitalisierung

Industrieunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz müssen gezielt in Digitalkompetenzen investieren:

• Schulungen zu MES-Systemen

• Umgang mit digitalen Produktionsdaten

• Verständnis für Prozesskennzahlen und Datenanalyse

Best Practice: Benennen Sie "Digitalisierungs-Champions" in jeder Abteilung, die als

Multiplikatoren fungieren und ihre Kollegen bei der Einführung unterstützen.

Praxisnahe Schulungen fördern Akzeptanz und Produktivität.

Bewusstsein für Industrie 4.0 schaffen

Führungskr.fte spielen eine Schlüsselrolle beim Change Management. Transparente Kommunikation und frühzeitige Einbindung der Mitarbeitenden sind entscheidend für den Erfolg.

Widerstände abbauen:

• Ängste vor Arbeitsplatzverlust offen ansprechen

• Vorteile für den Arbeitsalltag konkret aufzeigen

• Erfolge sichtbar machen (z.B. durch Dashboards in der Produktion)

• Feedback-Kanäle etablieren

4. Auswahl einer geeigneten MES-Lösung für Industrieunternehmen

Ein Manufacturing Execution System (MES) ist das zentrale Element der digitalen Fertigung. Es verbindet ERP-Systeme, Maschinen und Mitarbeitende auf dem Shopfloor und ist das Herzstück jeder Smart Factory.

Kernfunktionen eines MES:

Echtzeit-Transparenz in der Produktion

• Live-Überwachung aller Maschinen und Prozesse

• Aktuelle Auftragsstatus auf einen Blick

• Sofortige Störungsmeldungen

Optimierte Produktionssteuerung

• Intelligente Auftragsplanung und -verteilung

• Automatisierte Maschinenbelegung

• Ressourcenoptimierung

Verbesserte Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit

• Automatische Prüfplandurchführung

• Lückenlose Chargendokumentation

• Schnelle Fehleranalyse durch Produktionsdaten Analyse

Datenbasierte Entscheidungsgrundlagen

• Umfassende Kennzahlen Produktion (OEE, Taktzeit, Ausschuss)

• Individualisierbare Dashboards für alle Hierarchieebenen

• Predictive Analytics für vorausschauende Planung

Die Auswahl einer geeigneten MES-Software für Industrieunternehmen im DACHRaum ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Mehr Infos zu MES von gbo datacomp

5. Durchführung eines Pilotprojekts

Ein Pilotprojekt ermöglicht es, die MES-Lösung unter realen Bedingungen zu testen.

Pilotprojekt richtig aufsetzen

Typischer Ablauf in 4 Phasen:

Phase 1: Vorbereitung

• Auswahl einer geeigneten Produktionslinie (idealerweise mit hohem

Optimierungspotenzial)

• Definition konkreter Erfolgskriterien

• Zusammenstellung des Projektteams

Phase 2: Implementierung

• Installation und Konfiguration des MES-Systems

• Anbindung von 3-5 Maschinen

• Einrichtung grundlegender Dashboards

Phase 3: Schulung und Testbetrieb

• Intensive Anwenderschulung vor Ort

• Parallelbetrieb mit altem System

• Systematisches Sammeln von Feedback

Phase 4: Evaluation

• Auswertung der Kennzahlen Produktion (Vorher/Nachher-Vergleich)

• Ableitung von Optimierungen

• Go/No-Go Entscheidung für Rollout

Tipp: Wählen Sie eine Linie mit engagierten Mitarbeitern und einem aufgeschlossenen Schichtführer – das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich.

So lassen sich Risiken minimieren und Akzeptanz aufbauen, bevor die Digitalisierung Fertigung im gesamten Werk ausgerollt wird.

Demo anfragen

6. Integration mit bestehenden IT-Systemen

Die Systemintegration ist essenziell für eine durchgängige Digitalisierung Fertigung und einen reibungslosen Datenfluss zur Smart Factory.

Die wichtigsten Integrationspunkte

Zu integrierende Systeme:

• ERP-System

• Qualitätsmanagement (QM)

• Instandhaltungssysteme

• Maschinen und IoT-Plattformen

Mehr über QM lesen

Integration Best Practices:

• Nutzen Sie standardisierte Schnittstellen (APIs, OPC UA)

• Definieren Sie klare Datenhoheit (welches System ist führend?)

• Implementieren Sie Fehlerbehandlung und Monitoring

• Dokumentieren Sie alle Schnittstellen für künftige Anpassungen

Eine saubere Integration ermöglicht einen reibungslosen Datenaustausch und schafft die Grundlage für datengetriebene Entscheidungen auf Basis umfassender Kennzahlen Produktion.

7. Skalierung der Digitalisierung im gesamten Unternehmen

Nach erfolgreichem Pilotprojekt folgt die Skalierung zur vollständigen Smart Factory:

• Rollout auf weitere Produktionslinien und Werke

• Standardisierung von Prozessen

• Zentrale Steuerung und Governance

Erfolgsfaktoren für die Skalierung:

• Dediziertes Rollout-Team mit klaren Verantwortlichkeiten

• Standardisierte Implementierungsprozesse (Playbook)

• Regelmäßige Lessons-Learned-Sessions

• Zentrale Anlaufstelle für Fragen (Helpdesk)

So wird aus einer Insellösung eine unternehmensweite Smart Factory im DACH-Raum.

8. Kontinuierliche Schulung und Support

Digitale Produktionssysteme entwickeln sich kontinuierlich weiter. Regelmäßige Schulungen und ein etabliertes Support-System sichern langfristigen Erfolg.

Vorteile kontinuierlicher Qualifizierung:

• Höhere Mitarbeiterkompetenz im Umgang mit der Smart Factory

• Reduzierte Fehlerquoten in der Bedienung

• Höhere Systemverfügbarkeit

• Bessere Ausnutzung aller Systemfunktionen

Mehr über gbo datacomp Support

9. Datenanalyse und kontinuierliche Prozessoptimierung

Echtzeitdaten aus dem MES und umfassende Produktionsdaten Analyse ermöglichen kontinuierliche Verbesserungen.

• Identifikation von Engpässen und häufigen Störungen

• Predictive Maintenance durch frühzeitige Abweichungserkennung

• Datenbasierte Produktionsoptimierung

Industrial Analytics ist ein zentraler Bestandteil moderner Industrie-4.0-Konzepte und der Schlüssel zur echten Smart Factory.

Mehr über Prozessdaten

10. Feedback, Anpassung und Continuous Improvement

Regelmäßiges Feedback von Mitarbeitenden, Führungskr.ften und Kunden ist essenziell. Die kontinuierliche Anpassung digitaler Lösungen sichert nachhaltigen Erfolg und steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen im deutschsprachigen Raum.

• Plan

Analyse der Produktionskennzahlen, Identifikation von Potenzialen und Priorisierung von Quick Wins.

• Do

Pilotierung von Optimierungen, A/B-Tests und Dokumentation der Maßnahmen.

• Check

Bewertung der Ergebnisse anhand von KPIs, Vorher-Nachher-Vergleich und Kosten-Nutzen-Analyse.

• Act

Rollout erfolgreicher Maßnahmen, Standardisierung von Best Practices und Ableitung von Learnings.

Best Practice: Belohnen Sie konstruktive Verbesserungsvorschläge – das erhöht die Beteiligung und schafft eine Kultur der kontinuierlichen Optimierung.

Fazit: Digitalisierung der Fertigung als Erfolgsfaktor für den DACH-Industriesektor

Die Digitalisierung der Fertigung in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein strategischer Hebel für nachhaltiges Wachstum. Mit einem strukturierten 10-Schritte-Plan, leistungsfähigen MES-Systemen, qualifizierten Mitarbeitenden und datengetriebener Produktionsdaten Analyse schaffen Industrieunternehmen die Basis für eine zukunftssichere, wettbewerbsfähige Smart Factory Produktion.

Kontakt aufnehmen | Whitepaper herunterladen

Noch Fragen?

Rufen Sie uns an
Folgen Sie uns
Kostenloses Whitepaper holen:
10 Gründe für MES in der Produktion

Optimierungen für die Produktion

Automatisierung & Flexibilität

Jetzt Whitepaper downloaden
Kostenlose Analyse holen:
Wir überprüfen Ihre Produktion

Fundierte Analyse mit Auswertung

Handlungsempfehlung & Beratung

MES Beratung vereinbaren
 100%  kostenfreier Security Check

Jetzt kostenfrei anmelden und wir überprüfen Ihr Sicherheitskonzept.

Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
gbo Mitarbeiter Dietmar