Wir für Sie +49 821 597010
Zurück auf der Schulbank – fürs CPRE-Zertifikat

Zurück auf der Schulbank – fürs CPRE-Zertifikat

Insight gbo | Daniel Fath schreibt an dieser Stelle über seine Arbeit im Projektmanagement bei gbo datacomp und seinen Weg zum CPRE-Zertifikat

Eigentlich dachte ich, dass mit der Schulzeit der Prüfungsstress vorbei sei. Aber für ein erfolgreiches Projektmanagement darf man nicht im einmal erworbenen Wissen verharren, viel zu schnell verändern sich die Rahmenbedingungen, insbesondere in der Software-Entwicklung. Wer kennt das nicht? Der Aufwand für die Software-Entwicklung wird unterschätzt und sprengt damit den Zeit- und Kostenrahmen des Projekts – schlecht für den Kunden und damit schlecht für den Entwickler.

Requirements Engineering wird unterschätzt

In vielen Projekten werden die Anforderungen an eine neue Software nur rudimentär aufgestellt und dokumentiert. Dem Requirements Engineering (RE) wird zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Wenn sich dann die Anforderungen im Laufe des Projekts ändern – und das tun sie fast immer – zieht sich ein mangelhaftes RE wie ein quälender roter Faden durch die gesamte Zusammenarbeit mit dem Kunden. Letztendlich muss die Software mehrmals neu programmiert werden.

Mit einem gut durchdachten RE lässt sich dieser unnötige Aufwand vermeiden. Damit bleibt das Projekt im Zeit- und Kostenrahmen und der Kunde ist glücklich. Kein Wunder also, dass RE in der Software-Entwicklung einen immer größeren Stellenwert einnimmt. Und deshalb habe ich noch einmal die Schulbank gedrückt.

Daniel, Daniel und noch einmal Daniel

Okay, eine echte Schulbank gab es bei der Sophist GmbH in Nürnberg nicht, aber Büffeln für die Zertifizierungsprüfung zum „Certified Professional Requirements Engineer“ (CPRE) war trotzdem angesagt. Sophist zählt in diesem Bereich zu den führenden Schulungsanbietern. Die CPRE-Zertifizierung ist weltweit anerkannt und erfolgt nach den Standards des International Requirements Engineering Boards (IREB).

Insgesamt waren wir 13 Teilnehmer, darunter Mitarbeiter aus Großkonzernen, von Mittelständlern und staatlichen Unternehmen aus dem System-Engineering und der Software-Entwicklung, die den Worten unserer Ausbilder Sascha und Christian lauschten. Anscheinend zieht die CPRE-Zertifizierung Menschen mit dem Vornamen Daniel an. Mein linker und mein rechter Tischnachbar hießen ebenso wie ich.

Drei Tage intensives Lernen

Über drei Tage ging es in Vorträgen und Übungen um Themen wie System und Systemkontext, Werkzeugunterstützung, Ermittlung und Dokumentation von Anforderungen sowie um deren Prüfung, Abstimmung und Verwaltung. Besonders interessant war der Erfahrungsaustausch in den Pausen mit den anderen Kursteilnehmern. Viele berichteten genau über das, was ich eingangs hier schrieb.

Dann war es soweit: Nach drei Tagen intensiven Lernens lag die Zertifizierungsprüfung vor mir, die von einem externen Zertifizierer durchgeführt wurde. Für insgesamt 44 Fragen hatte ich nun 75 Minuten Zeit. Mindestens 70 Prozent der maximalen Punktzahl waren vonnöten, um zu bestehen. Also ran an den Griffel!

Was soll ich sagen, es hat geklappt. Ich bin nun stolzer Besitzer des CPRE-Zertifikats. Die intensive Weiterbildung, das Lernen hat sich gelohnt. Jetzt kann ich es kaum abwarten, bis ich die neu gewonnenen Fertigkeiten auch zum Vorteil unserer Kunden einsetzen kann.

2017-05-30T10:17:10+00:0030. Mai 2017|Blog|