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Ohne Daten keine Zukunft!
Ohne Daten keine Zukunft!2017-11-27T10:26:42+00:00

gbo datacomp  – mit Industrie 4.0 in die Zukunft

Ohne Daten keine Zukunft!

Aber – Achtung! Die Qualität der Daten entscheidet, nicht deren Menge. Das ist allerdings noch nicht jedem Anlagenbetreiber klar.

Aktuell geht es in den meisten Gesprächen darum, so viele Daten wie möglich zu sammeln, um sich so vermeintlich fit für Industrie 4.0 zu machen. In den Unternehmen herrscht Unsicherheit darüber, wie sie den Weg in Richtung Smart Factory gehen sollten, was sie tun müssen, um sich für das neue Fertigungsleitbild zu rüsten. Und da hilft bekanntlich viel eben auch viel.

Das ist jedoch der falsche Ansatz. Es kommt auf die richtigen Daten an, aus denen sich entsprechend kombiniert, viele neue Erkenntnisse gewinnen lassen. Und genau diese Erkenntnisse lassen sich nutzen, um Produktivitätssteigerungen, sinkende Kosten oder eine höhere Produktqualität erreichen. Industrie 4.0 ist dabei als Beschleuniger für eine umfassende Digitalisierung zu sehen und für viele Unternehmen ein Fernziel, von dem die meisten mittelständischen Fertiger zum aktuellen Zeitpunkt noch sehr weit entfernt sind.

Welche Daten sind wie wichtig?

Die richtigen Daten machen den Unterschied. Nicht alle Maschinen liefern umfassende Daten, müssen das vielleicht auch gar nicht. Gerade für die Fertigung mit älteren Maschinen reicht es zunächst einmal aus, die Grunddaten zu kennen, sprich: ist die Maschine an oder aus oder gegebenenfalls im Stillstand. Gemessen werden kann dies über die Parameter: Strom und Vibrationen. So wird hier zunächst einmal eine Basis geschaffen, um eine digitale Produktion zu ermöglichen.

Handarbeitsplätze lassen sich ebenso digital abbilden wie neueste Maschinen. Der Unterschied ist hier, dass man mit neuen Maschinen viel mehr machen kann wie zum Beispiel Condition Monitoring, vorausschauende Analysen oder Machine Learning. Ob dies jedoch in jedem Fall erforderlich ist, sei dahingestellt. In vielen Fällen ist dies eine Frage der Wirtschaftlichkeit, die im Einzelfall zu entscheiden ist und vom jeweiligen Unternehmen und seinen Märkten abhängt.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es von den jeweiligen Maschinen abhängt, welche Daten erforderlich sind. Eine übergeordnete Zusammenarbeit und eine international standardisierte Schnittstelle erleichtert die effiziente Sammlung und Auswertung relevanter Daten in der Zukunft. Hier sind die Anlagen und Maschinenbauer gefragt, weniger der fertigende Mittelstand.

Umfassende Integration als Voraussetzung zur Umsetzung von Smart Factory

Neben der Frage der Sammlung und Auswertung relevanter Maschinendaten ist mit Blick auf Industrie 4.0 auch die Integration anderer Datenquellen wichtig. Hierzu gehört zum einen das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter darüber, wie sich Maschinen in bestimmten Situationen verhalten. Und auch relevante Betriebsdaten, wie Bestellungen und Lieferantenmanagement. Werden diese drei Datenquellen miteinander kombiniert, lassen sich bereits während des Fertigungsprozesses Informationen abgreifen, die Lieferanten und Kunden weitergegeben werden können. Erreicht z.B. ein Werkstück während seiner Produktion eine bestimmte Güte nicht, werden automatisch Lieferant und Kunde informiert. Hier kann man dann von Smart Factory sprechen.

Aus Rohöl wird Treibstoff

Doch Industrie 4.0 in der beschriebenen Weise umzusetzen, schaffen aktuell die wenigsten Mittelständler. Die meisten sind damit beschäftigt, einzelne Maschinen anzubinden, um eine durchgängige Datenbasis im Unternehmen zu schaffen. Sie wollen aus diesen Daten brauchbare Informationen generieren, sogenannte Smart Data. Und genau von diesem Weg sollten sie sich nicht abbringen lassen. Industrie 4.0 ist weder eine Wunderwaffe, noch ein Problemlöser. Smart Factory ist eine Zielvorstellung, wie man Fertigung digitalisieren kann.

Daten gelten als Öl des 21. Jahrhunderts, doch auch hier gilt, Daten müssen veredelt werden, um aus Rohöl Treibstoff für die Produktion zu machen.