Wir für Sie +49 821 597010
Mit System zum Erfolg

Mit System zum Erfolg

Schritt für Schritt:  Wie produzierende Mittelständler die optimale MES-Lösung finden

Fertigungsunternehmen fällt es zunehmend schwerer, die Menge an Informationen aus der Maschinen- und Betriebsdatenerfassung (MDE/BDE) manuell zu handhaben. Sie suchen nach einem passenden Manufacturing Execution System (MES). Das soll die Daten erfassen und analysieren. Gleichzeitig soll es sie verdichten und in aussagekräftige Kennzahlen transformieren. Aufgrund der steigenden Nachfrage hat sich ein Markt mit unterschiedlichen MES-Anbietern gebildet. Deren Lösungen unterscheidet sich im Funktionsumfang deutlich. Um das MES zu finden, das am besten zu den eigenen Anforderungen passt, muss man zunächst herausfinden, welche Anforderungen das überhaupt sind.

Im Zentrum steht die eigene IT-Systemlandschaft. Diese weist häufig die neben dem typischen ERP-System verschiedene Eigenentwicklungen auf. Die Herausforderung besteht darin, ein MES zu finden, das in die vorhandene IT-Landschaft integriert werden kann. Dabei sollen weder Investitionskosten noch Personalaufwand in die Höhe schnellen. Wer bei der Suche nach dem passenden MES systematisch vorgeht, findet auch die optimale Lösung.

Step 1: die Anforderungsanalyse

Im Rahmen der Anforderungsanalyse, auch Requirements Engineering (RE) genannt, werden die funktionalen Ziele formuliert, die mit dem MES umgesetzt werden sollen. Besonders hilfreich: Eine Priorisierung der Ziele sowie die Darstellung ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten. Auf diese Weise stellt sich heraus, welche Ziele mit niedriger Priorität erfüllt sein müssen, um ein Ziel mit höherer Priorität erreichen zu können. Die Visualisierung kann beispielsweise über Und-/Oder-Bäume erfolgen. So ergibt sich letztendlich auch eine Reihenfolge für die Implementierung.

Step 2: das Lastenheft

Die im RE formulierten Ziele werden dann in ein Lastenheft übernommen. Bei der Erstellung des Lastenhefts sollte man normierte Anforderungen und Funktionalitäten verwenden. Diese sind in der IEC 62264 und der ISA S95 formuliert. Da sie neben Begriffsdefinitionen auch Informations- und Aktivitätenmodelle sowie Datenstrukturen für die Integration von MES und ERP bereithalten, sind diese Normenreihen sind auch im RE hilfreich.

Darüber hinaus kann man für das Lastenheft auf Publikationen verschiedener Verbände zurückgreifen. So etwa auf die VDI-Richtlinie 5600 „Manufacturing Execution Systems/Fertigungsmanagementsysteme“ oder die ZVEI-Broschüre „MES: Branchenspezifische Anforderungen und herstellerneutrale Beschreibung von Lösungen“. Häufig bieten Verbände auch fertige Checklisten an, die als Grundlage für ein Lastenheft erhalten können.

Step 3: der Beauty Contest

Auf Basis des Lastenhefts werden nun passende MES-Anbieter für einen Systemvergleich eingeladen, dem sogenannten Beauty Contest. Es kann sich lohnen, den unübersichtlichen Markt zunächst mit einer abgespeckten Version des Lastenhefts zu sondieren. Danach kann man anhand einer detaillierten Darstellung der Anforderungen diejenigen auswählen, die für den Beauty Contest in Frage kommen.

Um ein solides Lastenheft zu erstellen, bedarf es langjähriger Erfahrung, speziell im RE-Bereich. Da die Schritte aufeinander aufbauen, potenzieren sich etwaige anfängliche Mängel, sodass letztendlich die Entscheidung für ein MES auf sehr wackeligen Beinen steht. Hier hilft ein erfahrener Implementierungspartner wie gbo datacomp. Wir kennen dank zahlreicher Projekte die typischen Stolperfallen bei der MES-Einführung und greifen rechtzeitig ein, bevor sich ein MES-Projekt in die falsche Richtung entwickelt. Gemeinsam mit uns finden auch Sie das passende MES für Ihre Produktion.

Sie haben Fragen oder möchten mit unseren Experten ins Gespräch kommen? Nichts leichter als das: Klicken Sie einfach hier oder senden Sie uns eine E-Mail an info@gbo-datacomp.de.

2018-10-29T15:32:46+00:0024. Oktober 2018|Blog|