Wir für Sie +49 821 597010
Mensch vor Maschine

Mensch vor Maschine

Wie Sie verhindern können, dass die Digitalisierung aus Mitarbeitern Saboteure macht

Anfang des 20. Jahrhunderts demonstrierten französische Land- und Eisenbahnarbeiter gegen die Folgen der industriellen Revolution, indem sie ihre schweren Holzschuhe, auf Französisch Sabot genannt, in Mähmaschinen warfen bzw. damit den Eisenbahnverkehr behinderten. So entstand der Begriff Sabotage. Heute befinden wir uns inmitten der vierten industriellen Revolution und wenn wir nicht aufpassen, fliegen bald die ersten Sicherheitsschuhe gegen PC-Terminals.

Was passierte um die Jahrhundertwende? Ganz einfach gesagt: Die Mähmaschine ersetzte den Erntehelfer mit seiner Sichel. Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Heißt für die heutigen Herausforderungen der Digitalisierung: Wer seinen Mitarbeitern die Vorteile der Digitalisierung nicht verständlich macht, setzt die eigene Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel. Und längst nicht alle sind von den Vorteilen einer digitalen Welt überzeugt.

Von Neugier bis Sorge

Im Auftrag von Cisco befragte das Marktforschungsinstitut civey im August 2018 über 5.000 Deutsche zum Thema Digitalisierung. Das Ergebnis ist zwiespältig: 23,5 Prozent empfinden gegenüber der Digitalisierung Neugier, aber 22,8 Prozent sind von ihr genervt oder ihrer überdrüssig. Jeweils ein Zehntel der Befragten sind unsicher oder gar besorgt. Das zeige laut Cisco, wie wichtig es sei, „nicht nur die Digitalisierung selbst weiter voran zu treiben, sondern auch, die Menschen mitzunehmen.“

Besonders deutlich wird das am Arbeitsplatz. Bereits im Mai 2018 führte civey für Cisco eine Umfrage durch, nach der 45 Prozent der Erwerbstätigen mehr Freiheiten durch den digitalen Arbeitsplatz erwarten. Doch gleichzeitig haben 43 Prozent der Beschäftigten keinerlei Interesse an den digitalen Tools, die ihnen diese Freiheiten bringen könnten. „Entscheidend ist daher nicht nur die Wahl von Tools und Technologien, sondern auch eine gelebte Unternehmenskultur, die diesen Wünschen und Sehnsüchten gerecht wird“, zitiert die Umfrage Xenia Meuer, Vice President Human Resources beim Social-Media-Netzwerk Xing.

Die drei Pfeiler des Erfolgs

Sind die Mitarbeiter von der Digitalisierung im eigenen Unternehmen nicht überzeugt, wird sie fehlschlagen. Den Beschäftigten muss deutlich werden, dass sich ihre Tätigkeiten ändern – und zwar zum Besseren. Dafür sind nicht nur neue Technologien, sondern vor allem eine Vertrauenskultur und Vorbilder notwendig, die Kollegen den Weg ebnen.

In zahlreichen Projekten haben wir von gbo datacomp immer wieder erlebt, wie wichtig die drei Pfeiler Technologie, Vertrauenskultur und Vorbilder sind, wenn zum Beispiel eine neue MES-Lösung eingeführt wird und Maschinenwerker sowie kaufmännische Mitarbeiter von lästigen Routinearbeiten befreit werden. Insbesondere der Vertrauenskultur wird auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aufgrund unserer Erfahrung stellen wir daher bei der Einführung neuer Technologien immer den Menschen und nicht die Maschinen in den Mittelpunkt unseres Handelns. Denn wer ist schon an einer weiteren industriellen Revolution mit Saboteuren interessiert?

 

Sie haben Fragen oder möchten mit unseren Experten ins Gespräch kommen? Nichts leichter als das: Klicken Sie einfach hier oder senden Sie uns eine E-Mail an info@gbo-datacomp.de.

2018-10-08T18:39:07+00:0008. Oktober 2018|Blog|